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Heizöl-Markt aktuell: Annäherung zwischen China und den USA? - Heizölpreise ziehen weiter an!
 
(09.01.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weitere leichte Gewinne erzielen können und starten auch heute Morgen sehr fest in den asiatisch geprägten Handel, nachdem die Gespräche zwischen Vertretern Chinas und der USA unerwartet verlängert worden sind. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen ihren Weg nach oben leider vorerst weiter fortsetzen.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1460 US-Dollar gehandelt.

Die Tatsache, dass OPEC und Co. die Fördermengen bereits im Dezember deutlich reduziert haben und Saudi-Arabien eine weitere Drosselung der Produktion angekündigt hat, hat die Stimmung am Ölmarkt drehen lassen. Außerdem ist die Ölförderung in Lybien um 300.000 Barrel pro Tag gefallen und wie seit längerem bekannt, muss Kanada den Ausstoß seit Anfang des Jahres in einer ähnlichen Größenordnung zurückfahren.
Somit scheint eine deutliche Überversorgung des Marktes zumindest vorerst vom Tisch zu sein.
Auf der Nachfrageseite belastet seit Monaten der Handelskonflikt zwischen den USA und China, was sich auch schon in der Entwicklung der globalen Wirtschaft niedergeschlagen hat.
Derzeit verhandeln Vertreter der beiden wirtschaftlichen Supermächte über ein Ende der gegenseitigen Zollanhebungen. In der Nacht wurde hierzu überraschend bekanntgegeben, dass die in Peking ursprünglich auf zwei Tage angesetzten Gespräche verlängert wurden. Laut US-Präsident Donald Trump liefen die Verhandlungen bisher "sehr gut".
Auch wenn daraus nicht geschlossen werden kann, dass es tatsächlich zu einem Durchbruch kommen wird, stiegen die Rohölpreise nach Bekanntwerden der Verlängerung sofort deutlich an und die Brent-Öl-Futures nehmen langsam wieder Kurs auf die 60-Dollar-Marke.
Die gestern Abend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen eher preisrückend aus, wurden am Markt aber kaum zur Kenntnis genommen. In Summe gab es ein dickes Plus von knapp zehn Millionen Barrel, worin aber aufgrund der Verschiebungen durch die Feiertage noch sehr viel Unsicherheit steckt.
Heute gegen 17 Uhr werden die Vergleichszahlen des Department of Energy (DOE) erwartet.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern im Laufe des Tages relativ gut halten, obwohl aus der EU eher schwache Konjunkturdaten vermeldet worden waren. In der Nacht und heute Morgen konnte auch die Gemeinschaftswährung von der Verlängerung der Gespräche zwischen China und den USA profitieren und wieder leicht zulegen.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben ihren Weg nach oben wohl auch heute fortsetzen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter erwarten. In diesem Jahr gab es nur bislang nur am ersten Handelstag einen Rückgang, was auch auf die sehr starke Nachfrage in den letzten Wochen zurückzuführen ist. Lieferzeiten von mehreren Wochen sind weiterhin normal und daran dürfte sich auch in nächster Zeit wenig ändern. Es ist also dringend anzuraten, den Tankvorrat gut im Auge zu behalten und rechtzeitig zu bestellen!
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)