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Heizöl-Markt aktuell: Nachfragesorgen drücken auf Ölpreise - Heizölpreise weiter auf Rückmarsch!
 
(21.12.2018)
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Handels wieder einmal unter Druck gekommen, nachdem es auch an den Aktienmärkten weitere Verluste gegeben hat. In Folge werden heute die Heizöl-Notierungen, wie schon in den vergangenen  Tagen und Wochen, mit Abschlägen in den letzten Handelstag vor Weihnachten starten.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch 54,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 46,30 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,1450 US-Dollar gehandelt.

Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist nach wie vor stark eingetrübt und die Aktienbörsen rund um den Globus markieren ein Langzeittief nach dem anderen. 
Nachdem die US-Notenbank am Mittwochabend den Leitzins zwar erhöht hat, gleichzeitig aber die Konjunkturentwicklung etwas schwächer sieht, geht die Sorge vor einer in Folge ebenfalls gedrückten Ölnachfrage um.
Die Rohölpreise blieben daher auch gestern unter Druck und die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures fielen erstmals seit September 2017 wieder unter die 55-Dollar-Marke.
OPEC und Co. unternehmen derweil alles mögliche, um die Ölpreise zu stützen und das Vertrauen in die vereinbarte Produktionskürzung zu stärken. Nachdem der saudische Ölminister al-Falih bereits am Mittwoch gemutmaßt hatte, dass die Förderkürzungen wohl über den April nächsten Jahres hinaus Bestand haben werden, will OPEC-Generalsekretär Barkindo nun eine Liste veröffentlichten, woraus die Mengenvereinbarungen mit den einzelnen Mitgliedsländern hervorgeht. Ein Novum in der Geschichte der OPEC.
Saudi-Arabien will dabei wohl mehr als geplant vom Markt nehmen und künftig nur noch rund 10,3 Millionen Barrel pro Tag fördern. 
Dem gegenüber steht aber die stetig steigende US-Schieferölproduktion und die zuletzt deutlich ausgebaute russische Ölförderung, die sich laut dem Energieminsiter Nowak in den nächsten Wochen und Monaten nur langsam zurückschrauben lässt.

Auch am Devisenmarkt spiegelt sich die Skepsis zur Wirtschaftsentwicklung in den USA wieder, die anscheinend von der US-Notenbank optimistischer eingeschätzt wird als vom Markt. Obwohl der Leitzins am vergangen Mittwoch zum vierten Mal in dieser Woche erhöht wurde und die Fed für nächstes und übernächstes Jahr drei weitere Schritte in Aussicht gestellt hat, geriet der US-Dollar im Vergleich zum Euro unter Druck. Die Gemeinschaftswährung konnte zeitweise bis knapp an die 1,15-Dollar-Marke zulegen.

Erneut wieder sehr gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise ihren nunmehr seit Anfang Oktober existenten Abgang aller Voraussicht nach auch heute fortsetzen werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Wer hätte noch vor Wochen erwartet, dass eine derartige rasante Abwärtsentwicklung möglich sein würde? Viele Ölheizer haben wohl vieles richtig gemacht und bestellen jetzt auf sehr günstigem Niveau rege nach, was dazu führt, dass die Lieferzeiten weiterhin sehr lang sind und Eillieferungen kaum mehr angeboten werden können. Wer sich also weiter der Spekulation auf noch bessere Preise hingeben will, sollte unbedingt den Tankvorrat gut im Auge behalten. Schöne Weihnachten in einer hoffentlich gut geheizten Wohnung!

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)