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Heizöl-Markt aktuell: US-Ölbestände überraschend gestiegen - Ölpreise geben nach!
 
(01.08.2018)
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern unter Druck geraten und auf Tagestief aus dem Handel gegangen. Trotz eines etwas schwächeren Eurokurses, werden die Heizöl-Notierungen heute in Folge mit leichten Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 74 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 68,40 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird derzeit zu Kursen um 1,1680 US-Dollar gehandelt.

Trotz der Bereitschaft von US-Präsident Trump, sich mit seinem iranischen Pendant Rouhani zu treffen, starteten die Rohölpreise gestern stabil in den europäisch geprägten Handel. In Teheran kam dieser Vorschlag eher nicht gut an und das Angebot zu einem Gespräch wurde von hochrangigen Vertretern als wertlos bezeichnet. Rouhani selbst äußerte sich bislang selbst nicht, bezeichnete den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen aber erneut als illegal.
Erst am Nachmittag gerieten die Futures unter Druck, als die Meldung über die Ticker rollte, dass die Huthi-Rebellen angeblich bereit seien, die Angriffe im Roten Meer auszusetzen, um Friedensverhandlungen zu ermöglichen. Zuvor hatte Saudi-Arabien mit einem Angriff auf die jemenitische Hafenstadt Hodeidah gedroht.
Die gestern zahlreich veröffentlichen Konjunkturdaten fielen überwiegend gut aus. So konnte das Bruttoinlandsprodukt in der EU im ersten Halbjahr ein Plus von 2,1 Prozent erreichen, während im Vorfeld lediglich ein Wachstum von 2 Prozent erwartet wurde. In den USA gab es dann, wie schon am Morgen in Deutschland, gute Einzelhandelsumsätze und auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und das US-Verbrauchervertrauen Conference Board konnten positiv überraschen.
Trotzdem ging es mit dem Ölkomplex am späten Abend weiter bergab und die Futures schlossen auf Tagestiefstand.
Nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) dann, wie üblich am Dienstagabend, die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die überraschend deutlich bearish, also preisdrückend ausgefallen sind. In Summe gab es nämlich einen Aufbau der Vorräte von 7,7 Millionen Barrel, während die Analysten einen weiteren Rückgang in einer Größenordnung von gut vier Millionen Fass erwartet hatten.
Entsprechend ging es nach Börsenschluss nochmals leicht nach unten und auch heute Morgen starten die Ölpreise mit schwacher Tendenz in den asiatisch geprägten Handel.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum Dollar zunächst weiter zulegen. Mit Veröffentlichung der insgesamt recht guten US-Konjunkturdaten setzten dann aber Gewinnmitnahmen ein und die Gemeinschaftswährung musste den Handel mit Verlusten beenden.

Trotzdem werden die Heizölpreise hierzulande mit leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Heute Nachmittag werden die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) eventuell die weitere Richtung vorgeben.


 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)