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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise bleiben auf hohem Niveau!
 
(26.07.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern die Gewinne vom Vortag halten und teilweise sogar weiter ausbauen können. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber ebenfalls etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den Handel starten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1735 US-Dollar gehandelt.

Nach den vom American Petroleum Institute (API) überraschend vermeldeten starken Rückgang der US-Ölvorräte, starteten die Rohölpreise gestern mit fester Tendenz in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. Dabei blieben die Kursausschläge aber sehr begrenzt, da die Händler auf die noch etwas einflussreicheren US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) warteten und es ansonsten keine neuen Markt bewegenden Meldungen gegeben hat.
Die DOE-Zahlen fielen dann auf den ersten Blick ebenfalls klar bullish, also preistreibend aus, denn in Summe wurde ein Rückgang von 8,5 Millionen Barrel vermeldet. Dieser erreichte zwar nicht ganz den Wert, den das American Petroleum Institute am Vorabend errechnet hatte, jedoch lagen die Zahlen deutlich unterhalb der Analystenschätzung, die ja bei einem leichten Plus gelegen hat.
Eine größere nachhaltige Reaktion auf die Bestandsdaten blieb aber aus. Kurz nach Bekanntgabe gab es einen kleinen Rücksetzer und in den Abendstunden zogen die Futures dann wieder etwas an.
Dies lag mit ziemlicher Sicherheit aber an einem Angriff auf zwei saudische Öltanker, die wohl von Houthi Rebellen aus dem Jemen durchgeführt wurden. Bis auf weiteres hat Saudi-Arabien alle Ölexporte über das Rote Meer eingestellt, bis die Sicherheit des Seeweges wieder hergestellt ist.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vorfeld des heute stattfindenden EZB-Treffens im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen, was im wesentlichen zwei Gründe hatte. Zuerst konnte der Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland per Juli die Erwartungen mit einem Wert von 101,7 leicht übertreffen, dann gab es eine überraschende vorläufige Einigung zwischen Trump und Juncker im Handelsstreit. Statt der Einführung neuer Zölle, sollen nun sogar Handelsbeschränkungen abgebaut werden. Man darf gespannt sein, ob den Äußerungen von US-Präsident Trump dann auch tatsächlich Taten folgen werden.

Nach diesen Vorgaben vom Öl- und Devisenmarkt starten die Heizölpreise in Deutschland heute weitgehend stabil in den Handel. Erste Preistendenzen lassen einen leichten Rückgang erwarten, aktuelle Berechnungen zufolge sollte es allerdings etwas nach oben gehen. Ingesamt dürfte sich am leichten Aufwärtstrend der letzten Tage nur wenig ändern und Ölheizer mit geringem Tankvorrat sind gut beraten, auf aktuellem Niveau zu bestellen. Es steht nämlich zu befürchten, dass die Flusspegel aufgrund der extremen Trockenheit weiter fallen und somit die Frachtensätze ansteigen werden. Außerdem werden sich die Lieferzeiten in den nächsten Wochen auf jeden Fall deutlich länger werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)