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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise stabilisieren sich - Heizölpreise attraktiv wie lange nicht!
 
» 28.01.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf etwas stabilisieren können, nachdem es in den vergangenen Tagen zu einem regelrechten Ausverkauf gekommen war. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit nur geringen Veränderungen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,15 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1020 Dollar gehandelt.

Der Coronavirus hat die weltweiten Finanzmärkte weiterhin fest im Griff und die Rohölpreise sind binnen weniger Tage um rund zehn Prozent zurückgefallen.
Natürlich sind es nicht die Reisebeschränkungen in China und die dortige Schließung von Geschäften, Flughäfen etc. die den Markt dermaßen unter Druck bringen, sondern die Angst vor einer weiteren unkontrollierten weltweiten Ausbreitung des Erregers mit entsprechenden längerfristigen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft.
Die Analysten von Goldman Sachs gehen derzeit von einer durch den Virus verursachten Reduzierung der weltweiten Nachfrage von 260.000 Barrel pro Tag für das gesamte Jahr 2020 aus. Je nach dem weiteren Verlauf der Epedemie könnte diese Zahl natürlich auch noch nach oben angepasst werden müssen. Die Nachrichten zu diesem Thema werden also sicherlich auch in den nächsten Tagen und vermutlich Wochen höchste Priorität bei den Börsianern haben.
Alle bullish, also preistreibend zu wertenden Meldungen werden von den Marktteilnehmern hingegen weitgehend ignoriert. Man geht nach wie vor davon aus, dass die doch recht hohen Förderausfälle in Libyen nur von vorübergehender Natur sein werden. Auch die Nachricht, dass in OPEC-Kreisen über eine mögliche Reaktion auf den Coronavirus diskutiert wird, sorgte bislang noch nicht für eine Gegenreaktion.

Am Devisenmarkt hält der Abwärtstrend des Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an. Gestern gab es einen schwach ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland, der unsere Gemeinschaftswährung natürlich nicht stützen konnte. Der "Greenback" bleibt weiterhin als Krisenwährung gefragt.

Trotz der Währungsverluste stehen die Heizölpreise derzeit auf dem tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren und mittlerweile auch unter den Januar-Notierungen der Jahre 2019, 2018 und 2017. Heute könnte es nach aktuellen Berechnungen und aktuellen Preistendenzen zu einem weiteren Abschlag in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter kommen, aber auch eine plötzliche Gegenbewegung ist nicht auszuschließen. Man sollte den Markt in diesen Tagen gut beobachten und bei einem plötzlichen Ansteigen der Rohölpreise schnell zuschlagen.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)