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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit Zwischenerholung - Heizölpreise erneut höher!
 
» 20.03.2020 « Die Ölpreise an den Internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den extremen Verlusten des Vortages gestern deutlich erholen können. Gleichzeitig verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 29,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 26,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter stark zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0770 US-Dollar gehandelt.

Die Ankündigung von Finanzhilfen in Billionenhöhe seitens Regierungen und Notenbanken rund um den Globus hat gestern Wirkung an den Finanzmärkten gezeigt. Die Aktienmärkte konnten sich etwas erholen und die Rohölpreise schossen zweitweise um rund zehn Prozent ins Plus, nachdem tags zuvor der tiefsten Stand seit 18 Jahren erreicht worden war. Dies kann als normale technische Reaktion gewertet werden, eine Trendwende ist derzeit noch nicht absehbar.
Dazu fehlt es einfach an den entsprechenden Meldungen. Zwar wird der Ölpreis-Verfall mittlerweile auf höchsten politischen Ebenen diskutiert, einen konkreten Ausweg aus der massiven Überversorgung gibt es aber noch nicht. US-Präsident Trump ist besorgt um die eigene US-Ölindustrie und will zu gegebener Zeit eine Lösung mit anderen Ölproduzenten erreichen. Die Zeiten ändern sich also schnell. In der Vergangenheit waren Trump die Ölpreise ja stets zu hoch. Sollte es keine Einigung auf internationaler Ebene geben, dürft der US-Regierung nur der Weg bleiben, die eigene Förderung zu drosseln und eine Art Kontingentierung einzuführen. Damit hätte sicherlich vor allem Russland sein Ziel erreicht, aber auch andere OPEC-Staaten würden dies sicherlich begrüßen.
Natürlich wird es für den Ölmarkt unabhängig davon von extremer Bedeutung sein, wann und wie ein Restart der Wirtschaft funktionieren wird. Die USA steht ja erst am Anfang der Krise, während es in China wohl langsam wieder aufwärts geht.

Am Devisenmarkt ist der Euro gestern im späten Handel im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp drei Jahren gefallen. Der "Greenback" wird seinem Ruf als Krisenwährung Nummer eins also wieder gerecht, zumal die Coronakrise derzeit in Europa wesentlich stärker ausgeprägt ist als (noch) in den Vereinigten Staaten.

Derzeit scheint alles gegen den Heizöl-Markt hierzulande zu laufen und nicht nur wir, sondern der gesamte Handel bedauert es sehr, derzeit keine besseren Preise anbieten zu können. Dies verhindert vor allem die weiterhin extrem hohe Nachfrage und die dadurch völlig ausgeschöpften Lager- und Lieferkapazitäten. Die Lieferzeiten liegen vielerorts bei 10 bis 12 Wochen! Aber auch die jüngste Entwicklung am Devisenmarkt wirkt sich negativ auf die Inlandspreise aus.
Anfang Februar lagen die Heizölpreise nur unwesentlich über den aktuellen Notierungen, die Rohölpreise aber bei gut 55 Dollar pro Barrel. Heute liegt der Barrelpreis deutlich unter 30 Dollar. Sobald der Sondereffekt der extrem hohen Nachfrage weg ist, müsste sich Rohöl also wieder in etwa verdoppeln, damit der Heizölpreis auf dem aktuellen Niveau bleiben kann. Das dürfte aufgrund der enormen wirtschaftlichen Problemen, die auf uns zukommen werden, aber sehr unwahrscheinlich sein. Es sollte sich also auf jeden Fall lohnen, mit der Bestellung noch zu warten, falls das der Tankvorrat natürlich auch zulässt.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen m it einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluß vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)