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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise können sich nach deutlichem Rückgang wieder erholen
 
(04.09.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages zunächst deutlich nachgegeben, konnten sich in der zweiten Tageshälfte aber wieder weitgehend erholen. Kursgewinne gab es auch beim Euro, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit weiteren leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0975 US-Dollar gehandelt.

Mit der Nachricht, dass die OPEC und Russland ihre Produktion im August gesteigert haben und wohl auch der Iran seine Exporte erhöhen konnte, gerieten die Rohölpreise gestern gleich zum Start in den europäisch geprägten Handel unter Druck. Bis zum Nachmittag gaben die Futures um bis zu eineinhalb Dollar pro Barrel nach.
Als sich dann aber technische Widerstände als stabil erwiesen, drehte der Markt und es setzte eine starke Erholungsphase ein, sodass die Preisveränderung im Vergleich zu gestern Morgen nur noch sehr gering ausfällt.
Im Handelsstreit zwischen den USA und China sieht es weiterhin nicht nach einer baldigen Lösung aus. Ganz im Gegenteil - US-Präsident Trump hat gestern über Twitter eher wieder provozierende Nachrichten in Richtung China geschickt. Außerdem gibt es immer noch keinen konkreten Termin für die nächste Verhandlungsrunde, die ja noch im September stattfinden soll.
Währenddessen verdunkeln sich bereits die Wolken am Konjunkturhimmel der USA. Der gestern veröffentlichte ISM-Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe erreichte per August nur 49,1 statt wie erwartet 51,1 Punkte, was eine Rezession befürchten lässt. Auch die Bauausgaben bzw. Investitionen lagen per Juli mit einem Miniplus von 0,1 Prozent unterhalb den Prognosen. Überraschend gut fiel heute Morgen hingegen der chinesische Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor aus, der per August 52,1 Punkte erreichte und somit im Vergleich zum Vormonat etwas zulegen konnte.
Heute Abend nach Börsenschluss werden die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht. Im Vorfeld rechnen die Analysten mit einem weiteren Rückgang von gut drei Millionen Barrel.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von den schlechten US-Konjunkturdaten profitieren und im Vergleich zum Dollar zulegen. Insgesamt bleibt die Gemeinschaftswährung aber auf einem sehr schwachen Niveau. Der Brexit scheint sich zu einer Never-Ending-Story zu entwickeln. Nachdem der britische Premierminister gestern eine Abstimmungsniederlage erlitten hat, zeichnen sich nun Neuwahlen ab, die den Austritt Großbritanniens aus der EU weiter hinauszögern könnten.

Insgesamt gibt es also wieder gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise aller Voraussicht nach auch heute leicht nachgeben werden. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht einen Rückgang in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Gestern summierten sich die Verluste im Tagesverlauf immer weiter auf, sodass die Notierungen langsam wieder auf ein neues Jahrestief zusteuern. Die Bestellaktivität hat entsprechend wieder deutlich zugenommen und so werden die Lieferzeiten wohl auf absehbare Zeit recht lang bleiben. Zudem soll es in den nächsten Tagen einen empfindlichen Temperaturrückgang geben, was sicherlich zusätzliche Käufer in den Markt bringen wird. Wer also knapp bei Tank ist, sollte die Bestellung möglichst bald eingeben.

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)