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Heizöl-Markt aktuell: Förderabkommen offiziell verlängert - Ölpreise geben nach!
 
(02.07.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel Verluste eingefahren, nachdem die OPEC verkündet hat, dass das Förderabkommen um weitere neun Monate verlängert wird. Gleichzeitig verlor aber auch der Euro an Wert, sodass die Abschläge bei den Heizöl-Notierungen heute eher moderat ausfallen werden.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,10 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1290 US-Dollar gehandelt.

Nach dem Motto "Buy the Rumor, sell the News" verhielten sich gestern die Händler am Ölmarkt, wobei die am späten Nachmittag verkündete Entscheidung der OPEC sicher deutlich mehr war als ein Gerücht. Bereits gestern berichteten wir ja an dieser Stelle schon von einer weitgehenden Einigung zwischen den OPEC-Ländern und Russland, dem wichtigsten Partner außerhalb des Kartells.
Wie erwartet, wird also das derzeit geltende Förderabkommen bis zum Ende des ersten Quartals 2020 verlängert, wobei die lange Laufzeit unüblich ist und damit begründet wurde, dass Russland eine Förderanpassung im Frühjahr leichter umsetzen könnte, als bei eisigen Temperaturen. Außerdem ist die Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres stets am schwächsten, sodass es durchaus Sinn macht, sich erst nach dieser Phase wieder Gedanken um eine Anpassung zu machen.
Die "Bären" interpretierten die lange Laufzeit allerdings als Indiz, dass die OPEC die globale Nachfrage weiterhin eher schwach sieht und so gaben die Rohölpreise nach Bekanntgabe deutlich spürbar nach.
Während man sich auf der einen Seite als bemüht, die Förderung zu deckeln und einen weitgehend ausgeglichenen Markt zu schaffen, fördert die USA, vor allem in den Schieferöl-Regionen, weiter was das Zeug hält. Laut dem Produktionsbericht der EIA (Energy Information Administration) ist die US-Produktion im April von 11,916 Millionen Barrel pro Tag im März, auf 12,162 Mio. Fass gestiegen.
Ansonsten gab es gestern noch gemischt ausgefallene Konjunkturdaten. Während die Arbeitslosenquote in der EU per Mai mit 7,5 Prozent leicht unter den Erwartungen lag, verfehlte der Einkaufsmanagerindex aus der Industrie per Juni mit 47,6 Punkten die Prognose um 0,2 Zähler. In den USA konnte der Vergleichsindex mit 50,6 Punkten die Analystenschätzung hingegen deutlich übertreffen, dafür enttäuschten die Bauausgaben per Mai mit einem Minus von 0,8 Prozent.
 
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar weiter vom "Waffenstillstand" zwischen den USA und China profitieren, was zudem auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die erwarteten Zinssenkungen nicht ganz so stark ausfallen werden, wie dies von einigen Marktteilnehmern erwartet wurde. Außerdem hat US-Präsident Trump jetzt wohl wieder verstärkt die EU im Visier, was wiederum auf den Euro drückt.

Trotz der Währungsverluste, werden die Heizölpreise in Deutschland heute erfreulicherweise mit deutlich spürbaren Abschlägen in den Tag starten. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen liegen derzeit fast exakt auf Vorjahresniveau und setzen den nunmehr seit gut einem halben Jahr existenten mittelfristigen Seitwärtstrend weiter fort.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)