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Heizöl-Markt aktuell: Crash am Ölmarkt - Heizölpreise nehmen Kurs auf Jahrestiefstand!
 
(03.06.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute Morgen mit einem weiteren kräftigen Rücksetzer in den asiatisch und europäisch geprägten Handel und haben in den letzten beiden Handelstagen rund zwölf Prozent an Wert verloren, sodass man hier zweifelsohne von einem Crash sprechen kann. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen nochmals deutlich zurückfallen und heute im Laufe des Tages in manchen Regionen auf einen neuen Jahrestiefstand zusteuern!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei fast schon unglaublichen 61,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 53 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1180 US-Dollar gehandelt.

Was sich in diesen Tagen am Ölmarkt abspielt, hätte noch Mitte letzter Woche wohl kaum Jemand für möglich gehalten. Als gäbe es morgen keine Nachfrage bzw. Abnehmer mehr, stürzen die Rohölpreise im freien Fall nach unten. Dabei hat sich an der physisch angespannten Marktlage kaum etwas verändert!
Nach wie vor fällt das globale Angebot, aufgrund des OPEC-Förderabkommens und der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, eher knapp aus und es ist nicht auszuschließen, dass zum Beispiel der Bürgerkrieg in Libyen auch dort die Ölexporte bald deutlich reduzieren könnte.
Das spielt an den Börsen derzeit aber anscheinend keine Rolle mehr, denn seit US-Präsident Trump nun auch neue Strafzölle gegen Mexiko angekündigt hat, geht die Angst vor einer globalen Wirtschaftskrise um und die ist wohl auch nicht ganz unberechtigt. Bereits in der letzten Woche kamen aus China enttäuschende Wirtschaftsindikationen und auch in den USA fielen die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten eher schwach aus. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde per Mai nur mit 54,2 statt wie erwartet 55,1 Punkten veröffentlicht  und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan erreichte lediglich 100 statt 102 Zähler.
Dass sich die Abschottungs- und Sanktionspolitik der US-Regierung irgendwann negativ auf die weltweite Wirtschaftstätigkeit auswirken würde, war absehbar. Aber bis zuletzt haben die Börsianer wohl doch noch auf eine Einigung im Handelsstreit mit China gehofft, die aber wohl nicht kommen wird bzw. zum gegenwärtigen Zeitpunkt zumindest nicht in Sicht ist.
Kaum eine Rolle dürften die am Freitagabend veröffentlichten Wochendaten über die Zahl der aktiven US-Bohranlagen gespielt haben. Diese ist erstmals seit vier Wochen wieder leicht um drei, auf nunmehr genau 800 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt kann der Euro im Vergleich zum US-Dollar zulegen, was wohl ebenfalls an den angekündigten Mexiko-Sanktionen liegt. Allgemein wird erwartet, dass diese die US-Wirtschaft durchaus nicht unerheblich negativ beeinflussen werden. Aber auch die Automobilindustrie hierzulande würde davon betroffen sein, denn einige große Hersteller lassen in Mexiko für den amerikanischen Markt produzieren.

Beste Vorgaben also auch heute wieder für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise zum Wochenstart mit massiven Abschlägen erwartet werden. Aktuelle Berechnungen gehen von einem Minus in einer Größenordnung von rund eineinhalb bis zwei Cent pro Liter aus. Sollte dies tatsächlich so kommen, würden die Notierungen auf das niedrigste Niveau des bisherigen Jahres zurückfallen. Bei derart großen Kursbewegungen muss aber auch immer mit einer plötzlichen Gegenbewegung gerechnet werden. Bleiben Sie also in den nächsten Stunden und Tagen eng am Markt!
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)