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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter unter Druck - Heizölpreise auf tiefsten Stand seit knapp zwei Monaten!
 
(31.05.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages weiter kräftig an Wert verloren und sind mittlerweile auf den tiefsten Stand seit Anfang März zurückgefallen. Obwohl sich auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter auf dem Weg nach unten befindet, werden die Heizöl-Notierungen heute mit deutlichen Verlusten in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch knapp 66 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1130 US-Dollar gehandelt.

Bereits am Mittwoch gerieten die Rohölpreise in den Mittagsstunden deutlich unter Druck, konnten sich aber im Laufe des Tages wieder erholen und gingen schussendlich kaum verändert aus dem Handel.
Gestern gab es dann aber kein Halten mehr und die Futures brachen auf breiter Front ein.
Auslöser waren die Sorgen vor einer globalen Wirtschaftskrise, die vor allem durch die Abschottungspolitik der aktuellen US-Regierung ausgelöst werden könnte. Gestern hat Präsident Donald Trump neue Zölle auf mexikanische Importe angekündigt, während sich im Handelsstreit mit China nach wie vor keine Lösung abzeichnet. Die USA legt sich wirtschaftlich mit immer mehr Ländern an, was sich früher oder später sicherlich negativ auf die globale Konjunktur auswirken wird.
Heute Morgen wurde aus China der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe vermeldet, der per Mai von 50,1 auf 49,4 Punkten zurückgefallen ist und somit erwarten lässt, dass die Konjunktur auch hier weiter an Fahrt verliert.
Uneinheitlich fielen in dieser Woche die US-Ölbestandsdaten aus. Während das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend nach Börsenschluss einen überraschend deutlichen Rückgang von in Summe 4,7 Millionen Barrel vermeldete, fielen die Zahlen des Department of Energy (DOE) gestern Nachmittag leicht preisdrückend aus. Hier gab es, wie bei den API-Daten, einen deutlichen Zuwachs bei den Benzinvorräten, während bei Rohöl nur ein kleines Minus errechnet wurde.

Am Devisenmarkt fällt der Euro im Vergleich zum US-Dollar in diesen Tagen immer weiter zurück und notiert derzeit auf dem tiefsten Stand seit Mai 2017. Es gibt neue Sorgen um Italien, wo Matteo Salvini, der Vizepremierminister und Chef der rechte Lega,  mit dem Ende der Regierungskoalition gedroht hat, sollten seine Steuerpläne nicht mitgetragen werden. Währenddessen ist die US-Wirtschaft im ersten Quartal um 3,1 Prozent gewachsen, was den Greenback entsprechend stützt.

Die Heizölpreise in Deutschland befinden sich trotz der Währungsverluste erfreulicherweise weiterhin auf dem Weg nach unten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile stehen die Notierungen auf dem tiefsten Stand seit Anfang April und deutlich unter Vorjahresniveau. Diese sehr erfreuliche Entwicklung kommt durchaus überraschend. Die große Unsicherheit an den internationalen Öl- und Finanzmärkten würden eine weitere Prognose zum Lotteriespiel werden lassen.

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)