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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise mit weiteren Gewinnen - Heizölpreise ziehen an!
 
(14.02.2019) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder deutliche Gewinne verbuchen können und die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures sind auf den höchsten Stand seit Ende November geklettert. Da auch der US-Dollar im Vergleich zum Euro kräftig zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute erneut mit Aufschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,45 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1275 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend bullish, also preistreibend ausgefallen sind und es neue Hoffnung gibt, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China doch noch beigelegt werden könnte, starteten die Rohölpreise gestern mit fester Tendenz in den europäisch geprägten Handel. Zudem stützte die Meldung, dass Saudi-Arabien kurzfristig weitere 400.000 Barrel vom Markt nehmen will.
Der am Vormittag veröffentlichte Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA) hatte bearishe und bullishe Komponenten. Die Prognose zur globalen Ölnachfrage wurde im Vergleich zum Januar-Bericht unverändert belassen. Allerdings ging die weltweite Ölproduktion im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Millionen Barrel zurück. Für dieses Jahr rechnet man in Paris aber damit, dass die Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder um 1,8 Mio. Barrel pro Tag zulegen wird, was im Vergleich zur letzzen Schätzung ein Plus von 200.000 Barrel wäre.
Am Nachmittag wurden dann die viel beachteten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) bekanntgegeben. Hier gab es über alle Produktbereiche in Summe einen Zuwachs von 5,2 Millionen Barrel. Obwohl die Erwartung nur bei einem Plus von 1,2 Millionen Fass lag und die API-Zahlen vom Vortag ja sogar einen deutlichen Rückgang hervorbrachten, konnten sich die Futures in etwa auf Tageshöchststand halten.
Heute Morgen startet der Ölkomplex mit weiteren deutlichen Gewinnen, nachdem aus China sehr gute Außenhandelszahlen veröffentlicht wurden.

Am Devisenmarkt verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich an Wert, nachdem die Industrieproduktion in der EU per Dezember um 4,2 Prozent zurückgegangen ist. Erwartet wurde lediglich ein Rückgang von 3,2 Prozent, nachdem es bereits im November ein Minus von 3 Prozent gegeben hatte. Dies deutet darauf hin, dass wirtschaftlich gesehen keine guten Zeiten zu erwarten sind, zumal auch das Thema Brexit hier noch als Sondereffekt zu verkraften ist.
 
Schlechte Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit setzt sich der seit gut einem Monat existente Seitwärtstrend fort. Dank der etwas nachlassenden Nachfrage und der in den nächsten Tagen zu erwartenden vorfrühlingshaften Temperaturen, dürften auch die Lieferzeiten langsam etwas zurückgehen. Derzeit liegen diese vielerorts immer noch bei vier bis sechs Wochen!

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)