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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise und Euro leichter - Heizölpreise stabil!
 
(03.09.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag im Großen und Ganzen stabil gezeigt, geben heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber etwas nach. Da auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter zurückgefallen ist, werden die Heizöl-Notierungen aber weitgehend unverändert in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 77,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 69,60 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar erneut deutliche Verluste hinnehmen und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1610 US-Dollar gehandelt.

Nach dem deutlichen Anstieg der Rohölpreise in der zweiten Augusthälfte, scheint der Markt nun in eine Konsolidierungsphase überzutreten. Dabei sind die Händler derzeit hin und hergerissen, zwischen den Versorgungsängsten auf der Angebotsseite, verursacht durch die Iran-Sanktionen, und einem sich langsam andeutenden Nachfragerückgang, der hauptsächlich durch die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China hervorgerufen wird.
Entsprechend volatil zeigte sich der Handel am Freitag, an dem es zuerst so aussah, als könnten die Öl-Futures etwas stärker unter Druck geraten. In der zweiten Tageshälfte erholten sich die Ölpreise aber wieder und schlussendlich gab es dann im Tagesvergleich doch keine große Veränderung.
Neue Markt bewegende Meldungen blieben Mangelware und die wenigen Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Während in Deutschland die Einzelhandelsumsätze per Juli mit einem Plus von 0,8 Prozent enttäuschten, lagen in den Vereinigten Staaten der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan knapp oberhalb der Analystenschätzungen.
Nach Börsenschluss gab es dann, wie üblich am Freitagabend, die Zahl der aktiven US-Bohranlagen, veröffentlicht durch das Marktforschungsunternehmen Baker Hughes. Im Vergleich zur Vorwoche stieg diese um zwei auf nunmehr 862 Einheiten an. Der seit Wochen existente Seitwärtstrend setzt sich hier also weiter fort.
Vielleicht auch deshalb startet der Ölkomplex heute Morgen mit leicht schwächerer Tendenz in den asiatisch geprägten Handel. Generell wird aber nicht mit größeren Preisbewegungen gerechnet, da in den USA die Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar zweifelsohne von den guten US-Konjunkturdaten profitieren und im Vergleich zum Euro deutlich zulegen. Kurzzeitig fiel die Gemeinschaftswährung sogar wieder unter die 1,16-Dollar-Marke zurück, die heute Morgen aber zurückerobert werden konnte.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute weitgehend stabil bis leicht steigend in die neue Handelswoche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,1 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage zeigt sich weiterhin auf einem mittlerweile doch recht hohem Niveau, was nicht verwunderlich ist, denn zwischen April und Mitte August wurde extrem wenig bestellt, so dass es am Markt derzeit einen entsprechend großen Nachholbedarf gibt. Die Lieferzeiten dürften bis zum Start in die Heizperiode auf jeden Fall noch spürbar ansteigen. Daher sollte auf jeden Fall rechtzeitig bestellt werden!

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)