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Heizöl-Markt aktuell: Drohender Syrienkrieg katapultiert Rohöl- und Heizölpreise auf Langzeithoch!
 
(12.04.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben angesichts eines drohender Militärschlages der USA in Syrien leider auch gestern wieder zugelegt und befinden sich mittlerweile auf dem höchsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten und ebenfalls ein neues Langzeithoch erreichen.
 
Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 67 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird derzeit zu Kursen um 1,2355 US-Dollar gehandelt.

Die Lage in Syrien hat sich weiter zugespitzt. US-Präsident Donald Trump hatte gestern via Twitter einen Raketenangriff als Vergeltung für den mutmaßlichen syrischen Giftgas-Anschlag angekündigt und dabei verbal auch Russland provoziert. Die Welt zeigt sich besorgt über diese Entwicklung und an den internationalen Ölmärkten stiegen die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit dem November 2014.
Zwar spielt Syrien für die globale Ölversorgung so gut wie keine Rolle, allerdings befürchten die Marktteilnehmer eine Ausweitung des Konfliktes, unter anderem auf Länder wie dem Iran und Saudi Arabien. Dazu passte auch die Meldung, dass die saudische Hauptstadt Riad von Huthi-Rebellen mit einer Rakete beschossen worden sein soll.
Es gibt derzeit aber auch noch weitere preistreibende Faktoren. So wird die Marktlage für 2018 und 2019 im EIA-Monatsbericht deutlich knapper gesehen als zuletzt und die auch die Annäherung im Zollstreit zwischen den USA und China minderte die Sorgen vor einem globalen Handelskrieg. Zudem drohen demnächst neue Sanktionen gegen den Iran, was das Ölangebot verringern könnte.
Es gibt derzeit also wenig Gründe auf fallende Ölpreise zu setzen. Einen lieferte gestern aber überraschend das Department of Energy (DOE) mit der Bekanntgabe der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es einen unerwarteten Aufbau von in Summe 2,8 Millionen Barrel, worauf die Ölhändler aber nur kurzzeitig mit Verkäufen reagierten.
Nach einem kurzen Rücksetzer ging es im Trubel der allgemeinen globalen politischen Turbulenzen schon wieder kräftig nach oben. Erst in den letzten Handelsstunden beruhigte sich die Lage etwas und die Futures kamen von den Tageshöchständen etwas zurück.
 
Deutlich ruhiger ging es da am Devisenmarkt zu, wo der Euro seine zuletzt erzielten Gewinne im Vergleich zum US-Dollar ingesamt recht gut verteidigen konnte. Die von der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der letzten US-Notenbanksitzung erhofften Signale blieben aus und so gab es auch kaum größere Kursschwankungen.

Die Heizölpreise in Deutschland werden aufgrund der deutlich gestiegenen Rohölpreise leider auch heute wieder mit kräftigen Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Derzeit stehen die Notierungen auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015 und je nach Entwicklung der Lage in Syrien steht durchaus zu befürchten, dass es noch weiter nach oben gehen könnte.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)