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Heizöl-Markt aktuell: Schwacher Euro lässt Preise weiter steigen!
 
(05.12.2016) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag ingesamt gesehen stabilisiert und sind heute Morgen im asiatisch geprägten Handel etwas zurückgefallen. Da aber der Euro, nach dem Scheitern des italienischen Referendums, gerade deutlich an Wert verliert, werden die Heizöl-Notierungen wohl mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 54 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" (WTI) kostet zur Stunde knapp 51,20 Dollar. Der Euro fällt bei Werten um 1,0585 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit dem Jahreswechsel 2002/2003.

Nachdem der erste Schock über das Abkommen der OPEC, das eine Reduzierung der Ölförderung von derzeit rund 33,5 auf 32,5 Millionen Barrel pro Tag vorsieht, verdaut war, bröckelten die Rohölpreise am Freitag Vormittag etwas ab und bis in die Mittagsstunden summierte sich das Minus auf rund einen US-Dollar pro Barrel.
Dies war wohl in erster Linie Gewinnmitnahmen zuzuschreiben, denn neue Markt bewegende Meldungen gab es bis zu diesem Zeitpunkt nicht.
Noch vor Bekanntgabe der viel beachteten Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft aus den USA, zogen die Futures aber bereits wieder kräftig an.
Mit rund 178.000 neue Jobs lag der Wert dann auch über der Erwartung von 175.000 und auch die Arbeitslosenquote konnte mit einem Rückgang von 4,9 auf 4,6 Prozent positiv überraschen.
In Folge ging es am Ölmarkt weiter nach oben und die Notierungen ging auf Tageshoch aus dem Handel.
Wie eingangs bereits erwähnt, starteten die Ölpreise heute Morgen aber mit leichten Verlusten in den Handel, was sicherlich auch mit dem Scheitern des italienischen Referendums in Zusammenhang zu bringen ist.

Dies ist auch der Grund, warum der Euro auf den tiefsten Stand seit rund 14 Jahren gefallen ist. Die Italiener entschieden sich gestern klar gegen die von Ministerpräsident Renzi angestrebte Reform des Regierungssystems und dieser trat nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses auch sofort. Nun ist wieder einmal eine Regierungskrise zu erwarten, was die Europa-Gegner sicherlich stärken könnte.

Aufgrund der deutlichen Währungsverluste werden heute leider auch die deutschen Heizölpreise erneut mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Angesichts der tiefen Temperaturen und der Gefahr, dass die Notierungen weiter anziehen werden, bleibt das Bestellaufkommen hoch und es muss mit deutlich verlängerten Lieferzeiten gerechnet werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)