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60-Dollar-Marke bei Rohöl kurz vor de Fall - Heizoel steigt weiter
 
(26.06.2005) Gegen Ende der vergangenen Woche stand die viel diskutierte 60-Dollar-Marke bei den Rohöl-Futures kurz vor dem Fall, während des Freitags wurde Sie im Verlauf des Handel sogar zeitweise überschritten.

Am Ende standen zum Handelsschluss in NewYork 59,84 US-Dollar/Barrel angeschrieben, während der Börsenhandel in London mit 58,36 Dollar für das Barrel "Brent" beendet wurde. Der Dollar konnte weiter zulegen und kostet aktuell rund 83 Euro-Cent.

Kaum ist die neue Höchstmarke beim Rohölhandel erreicht, entstehen neue Diskussionen über den weiteren Verlauf der Ölpreise. Ob 70, 80 oder gar 100 Dollar pro Barrel, die Spekulationen reichen weit und meist nur in eine Richtung - nämlich nach oben.
Die Gründe dafür sind nicht neu und auch nicht weg zu diskutieren. Einem stetig steigenden Bedarf, vornehmlich aus Asien, stehen stagnierende, teils veraltete Verarbeitungskapazitäten gegenüber, die weiterhin Engpässe für die kommende Heizperiode befürchten lassen. Zwar ist vom der Rohölseite keine Knappheit zu befürchten - ganz im Gegenteil, noch nie waren die erforschten Ölvorkommen so hoch wie zur Zeit - doch hilft dies wenig, wenn zu wenig in den Neubau von Raffinerien investiert wird.
Neben den politischen Risiken wird auch immer wieder auf Spekulanten an den internationalen Ölmärkten als Preistreiber verwiesen. Doch wo wird ein Preis ehrlicher abgebildet wie an der Börse? Keine Spekulation lässt ich über Monate, fast schon Jahre mit "heisser Luft" aufbauen. Es muss also von der internationalen Staatengemeinde und der Wirtschaft gehandelt werden, um die Versorgungslage wieder zu entspannen und einen weiteren Ölpreis Anstieg zu verhindern.

Nur schwer zu verhindern ist - bei der aktuellen Nachrichtenlage über die Situation der Europäischen Gemeinschaft - ein stetiges Absacken des Eurokurses gegenüber dem US-Dollar, was sich zusätzlich negativ auf die europäischen Kraftstoff- und Heizölpreise auswirkt.

Diese sind derzeit logischerweise auf einem neuen Rekordhoch angelangt und niemand vermag zu sagen, ob und wie lange der Anstieg anhalten wird. Sicher scheint jedoch, dass der Spielraum nach unten äußerst begrenzt ist. Eine plötzlich einsetzende Nachfrage aus dem Heizölmarkt würde einen rückläufigen Markt sofort wieder belasten. Es ist also weiterhin sehr empfehlenswert, den Heizölkauf nicht weiter auf die "lange Bank" zu schieben und einem Versorgungsengpass im Herbst bzw. Winter aus dem Weg zu gehen.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)