Etteldorf Landhandel - Metterich Eifel

Shell Markenpartner
Heizöl-Markt aktuell: Saudi-Arabien kürzt zusätzlich - Öl-und Heizölpreise ziehen an!
 
( 09.12.2019 ) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag deutlich angezogen als bekannt wurde, dass Saudi-Arabien die Ölproduktion, zusätzlich zum Förderabkommen, kürzen will. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten bis moderaten Aufschlägen in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 59 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1060 Dollar gehandelt.

Wie bereits am Freitag an dieser Stelle berichtet, werden die am OPEC-Förderabkommen beteiligten Länder ihren Ausstoß, zunächst befristet bis Ende März nächsten Jahres, um weitere 500.000 Barrel pro Tag reduzieren. Während dies vom Markt ohne größere Reaktionen aufgenommen wurde, sorgte dann am Freitagnachmittag die Meldung, dass Saudi-Arabien freiwillig zusätzlich kürzen will, für einen deutlichen Anstieg der Rohölpreise.
Allerdings haben es die Saudis bei ihrer "Fleißaufgabe" zur Bedingung gemacht, dass sich die Partner auch an die neuen festgelegten Quoten halten. Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Königreich bereits stärker gekürzt, also dies eigentlich vorgesehen war.
Ende des ersten Quartals will sich die OPEC mit ihren Verbündeten erneut treffen, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen und eventuelle Anpassungen vorzunehmen.
Auch wenn es am Freitagnachmittag dann doch noch zu einer Reaktion nach oben kam, rechnen die meisten Marktbeobachter nicht mit einem weiteren Anstieg der Ölpreise. Allerdings dürfte das Potenzial nach unten vorerst ebenfalls begrenzt bleiben.
In den nächsten Tagen und Wochen wird nun aller Voraussicht nach wieder der Handelskonflikt zwischen den USA und China das Hauptthema am Ölmarkt sein. Mittlerweile wirken sich die US-Zölle deutlich spürbar auf die chinesischen Exporte aus, die per November im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent zurückgegangen sind. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem leichten Plus gerechnet. Vor allem in Richtung USA gab es einen regelrechten Einbruch um 23 Prozent.
 
Am Devisenmarkt verlor der Euro am Nachmittag im Vergleich zum US-Dollar deutlich an Wert, nachdem aus den USA sehr gute Konjunkturdaten veröffentlicht wurden und somit vorerst mit keinen weiteren Zinserhöhungen seitens der Fed zu rechnen ist. Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft legte per November überraschend deutlich um 266.000 zu und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan kletterte per Dezember auf 88,9 Punkte. Erwartet wurden lediglich 88 Zähler.

Insgesamt also keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise wohl auch heute Morgen mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent erwarten. Allerdings wurde in einigen Regionen bereits am Freitag auf die gestiegenen Rohölpreise reagiert, sodass es im Schnitt wohl eher zu einer geringeren Verteuerung kommen wird. Nach wie vor bewegen sich die Notierungen innerhalb des seit Wochen existenten Seitwärtstrendes. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob dieser auch bis zum Jahresende Bestand haben wird.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)