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Heizöl-Markt aktuell: Ruhiger Jahresauftakt - Heizölpreise wenig verändert!
 
» 02.01.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich zum Jahreswechsel nur wenig verändert gezeigt und starten somit auch weitgehend stabil in das neue Jahr. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute eventuell sogar mit leichten Abschlägen in den ersten Handelstag gehen werden.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 66,35 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1210 Dollar gehandelt.

Obwohl die Nachrichten in den letzten Tagen größtenteils wieder bullish, also preistreibend ausgefallen sind, gab es zum Jahresende hin sogar einen leichten Rückgang der Rohölpreise. Dies ist aber wohl der technisch eher überkauften Marktsituation zuzuschreiben.
Etwas Sorgen bereiten derzeit wieder neue Spannungen im Nahen Osten, wo die USA Luftangriffe auf Ziele im Irak und Syrien geflogen hat, nachdem am vergangenen Freitag bei einem Raketenangriff ein ziviler US-Mitarbeiter getötet wurde und vier US-Soldaten verletzt worden sind. Da die US-Regierung den Iran mitverantwortlich sieht, könnte dies den Konflikt mit Teheran wieder neu befeuern.
Eine weitere preistreibende Meldung war der Rückgang der aktiven US-Bohranlagen von 685 auf 677 Einheiten. Somit haben sich diese im Jahr 2019 um knapp 22 Prozent reduziert, was darauf schließen lässt, dass die US-Schieferölindustrie ihren Zenit erreicht haben könnte.
Am Dienstagnachmittag wurde dann der Chicagoer Einkaufsmanagerindex per Dezember mit 48,9 Punkten veröffentlicht, erwartet wurden nur 48 nach 46,3 im Vormonat. Nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten die ebenfalls bullish ausgefallen ist. Hier gab es einen deutlichen Rückgang der Rohölvorräte von 7,8 Millionen Barrel, während die Destillate um 2,8 Millionen Barrel zugelegt haben. Bei Benzin gab es einen leichten Rückgang. In Summe stand ein Minus von 4,2 Millionen Barrel zu Buche, während die Analysten im Vorfeld sogar mit einem Plus von 0,7 Millionen Fass gerechnet hatten.
Die Reaktion auf die Zahlen blieb bislang aber verhalten. Heute gegen 17 Uhr werden die etwas einflussreicheren Vergleichszahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.

Auch am Devisenmarkt kam es zu keinen stärkeren Kursausschlägen. Der Euro konnte sein im Vergleich zu den letzten Wochen recht hohes Niveau gut verteidigen. Heute stehen die EU-Einkaufsmanagerindizes zur Veröffentlichung an, die durchaus etwas Schwung in den Handel bringen könnten.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute stabil bis leicht schwächer in das neue Jahr starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage bleibt zum Jahresstart weiter eher verhalten, wird sich in den nächsten Tagen aber sicherlich wieder verstärken, wenn die Weihnachtsferien zu Ende gehen.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)