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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise wieder fester - Heizölpreise nur vorübergehend teuerer?
 
» 23.04.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem Preisverfall vom Dienstag gestern wieder deutlich erholen können, stehen aber immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch wenn die Heizöl-Notierungen in Folge heute anziehen werden, gibt es hier durchaus noch großes Potenzial nach unten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 22,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 15,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0830 US-Dollar gehandelt.

Nachdem es zu Wochenbeginn teilweise sogar Negativpreise auf die auslaufenden Mai-Kontrakte der US-Öl-Sorte "WTI" gegeben hat und die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures gestern den tiefsten Stand seit dem Jahr 1999 erreicht haben, scheint der Ölmarkt nun wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser zu laufen.
Die Rohölpreise konnten sich gestern im Laufe des Tages sehr schnell wieder erholen und auch heute Morgen gibt es im asiatisch geprägten Handel weitere Gewinne.
Dabei hat sich aber an der fundamentalen Situation nichts oder nur wenig geändert. Weltweit sind die Lagerkapazitäten weiterhin sehr knapp und auch wenn Saudi-Arabien die Tankschiffe, die derzeit vor den Küsten der USA auf Entleerung warten, umleiten will, so ist damit das Öl nicht verschwunden, sondern wird auf die Märkte in Europa oder Asien drücken.
Preistreibend wirkte sicherlich die Drohung von US-Präsident Trump an den Iran, nach einem Zwischenfall im Persischen Golf. Er werde eine Gefährdung der US-Marine nicht tolerieren, ließ Trump per Twitter verlauten und kündigte die Zerstörung der Militärschiffe bei einem weiteren Angriff an.
Auch in den gestern vom Department of Energy (DOE) vermeldeten wöchentlichen US-Ölbestandsdaten steckte durchaus ein bullisher, also preistreibender Faktor. So zog die US-Gesamtnachfrage im Vergleich zur Vorwoche leicht um 0,3 Millionen Barrel an, während die US-Öproduktion aber erneut nur leicht um 0,1 Millionen Fass zurückging. Die Ölbestände stiegen in Summe weiter um knapp 24 Millionen Barrel an, was klar und deutlich über den Erwartungen der Analysten lag.

Am Devisenmarkt ging es gestern mit dem Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar wieder etwas nach unten. Zum einen konnte der "Greenback" sicherlich von den wieder gestiegenen Ölpreisen profitieren, zum anderen wirken wohl auch die neuen Spannungen zwischen den USA und Iran stützend auf die US-Währung. Insgesamt bleiben die Kursausschläge hier aber weiter sehr gering.
 
Die Heizölpreise hierzulande werden heute aufgrund der deutlichen gestiegenen Rohölpreise ebenfalls mit Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus von rund einem Cent pro Liter erwarten. Trotzdem haben die Notierungen immer noch großes Potenzial nach unten, was ein Vergleich mit der Marktsituation Anfang des Jahres 2016 aufzeigt. Damals lagen die Rohölpreise sogar noch deutlich über dem aktuellen Niveau, die Heizölpreise im Durchschnitt aber rund 8 bis 10 Cent pro Liter niedriger.

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)