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Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise weiter auf Richtungssuche - Heizölpreise wenig verändert!
 
» 19.11.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich auch gestern nicht für eine klare Richtung entscheiden und gingen schlussendlich in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel. Kein Wunder, dass die Ausschläge auch bei den Heizöl-Notierungen weiterhin recht gering bleiben.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 44,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1850 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) mit einem deutlichen Aufbau bei den Rohölvorräten überraschten, zogen die Rohölpreise gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel zunächst an. Auch sonst gab es eigentlich keine bullishe, also preistreibend zu wertenden Neuigkeiten.
Im Gegenteil. Das mit Spannung erwartete Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPECplus-Gruppe brachte keine Hinweise, wie es mit den Förderquoten ab Anfang nächsten Jahres weitergehen wird, dafür aber Unstimmigkeit innerhalb der Organisation zu Tage. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beklagten die teilweise Nichteinhaltung der zugeteilten Produktionsmengen und soll sogar über einen Austritt aus der OPEC nachdenken.
Auch die weiterhin sehr hohen Covid-19-Neuinfektionen belasten den Ölmarkt. Neue Daten zum US-Straßenverkehr belegen deutlich weniger gefahrene Meilen und in Folge auch einen entsprechenden Rückgang bei der Benzinnachfrage.
Lediglich die Meldung, dass der von BionTech/Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff nach den letzten Tests sogar eine Wirksamkeit von 95 Prozent haben soll, rechtfertige die bis in den Nachmittag hinein steigenden Ölpreise.
Die um 16.30 Uhr veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) wurden unterm Strich leicht preisdrückend gewertet, obwohl es in Summe einen deutlichen Abbau gab. Allerdings ging die Gesamtnachfrage im Vergleich zur Vorwoche um 0,5 Millionen Barrel pro Tag zurück und gleichzeitig stieg die US-Ölproduktion um 0,4 auf 10,9 Millionen Fass pro Tag an.
 
Am Devisenmarkt gab es gestern wieder ein recht ruhiges Geschehen, dem es an neuen Impulsen mangelte. Der Euro konnte seine anfänglichen Gewinne im Vergleich zum US-Dollar nicht verteidigen und ging schlussendlich kaum verändert aus dem Handel. Heute könnte etwas Bewegung in den Markt kommen, da vor allem in den USA einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung anstehen.

Ingesamt also wieder recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute stabil bis etwas fester in den Tag starten werden. Dies lassen zumindest aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht so erwarten. Insgesamt setzt sich aber der Seitwärtstrend der letzten Tage fort. Das weiterhin sehr attraktive Preisniveau wird von den Verbrauchern derzeit aber nur recht verhalten genutzt, da die Tanks in diesem Jahr bereits sehr gut gefüllt sind. Lediglich die neue CO2-Abgabe, die den Liter Heizöl zusammen mit der dann wohl wieder höheren Mehrwertsteuer für alle Lieferungen ab dem 1. Januar 2021 um rund 9 Cent verteuern wird, motiviert derzeit zum Kauf. Zu Recht, denn bei durchschnittlichen Bestellmengen geht es hier um 200 bis 270 Euro pro Lieferung.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärm eanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)