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Heizöl-Markt aktuell: Luft nach oben wird dünner - Öl- und Heizölpreise stagnieren!
 
» 18.12.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben die gestrigen Tageshöchststände nicht halten können und starten heute Morgen mit leichten Verlusten in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande stabil bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche gehen.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 51,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 48,20 Dollar. Der Euro kann seinen Aufwärtstrend im Vergleich zum US-Dollar weiter fortsetzen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,2250 US-Dollar gehandelt.

Gute Konjunkturdaten aus der EU, eine steigende Nachfrage aus Asien und die Gewissheit, dass die US-Notenbank auch in nächster Zeit den Geldhahn offen halten wird, haben gestern zunächst zu einem weiteren Anstieg der Rohölpreise geführt.
Doch bereits am Vormittag setzten dann erste Gewinnmitnahmen ein, was angesichts der Rallye der letzten Tage nicht unbedingt verwunderlich war.
Vor allem unter dem Aspekt, dass die Covid-19-Neuinfektionen weltweit weiter stark steigen und in immer mehr Ländern neue und strikte Lockdowns verhängt werden.
Die gestern aus den USA veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stiegen im Vergleich zur Vorwoche von 862.000 auf 885.000 an und lagen deutlich über den Erwartungen. Die weitergeführten Jobgesuche gingen hingegen zurück. Wohnbaubeginne und -genehmigungen überraschten per November positiv, dafür enttäuschte der Philadelphia Fed Herstellungsindex mit einem Wert von 11,1. Die Analysten hatten hier mit 20 Zählern gerechnet.
Das für gestern geplante Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+ Gruppe wurde gestern kurzerhand überraschend abgesagt und auf Anfang Januar verschoben, wenn auch die Vollversammlung stattfinden soll. Die Hintergründe hierzu sind nicht bekannt.

Am Devisenmarkt konnte der Euro den höchsten Tand seit April 2018 im Vergleich zum US-Dollar gut verteidigen und vorübergehend sogar noch weiter zulegen. Die Erwartung, dass die US-Notenbank ihre lockere Geldpolitik bis auf absehbare Zeit beibehalten wird, stützte unsere Gemeinschaftswährung ebenso wie die wenig überzeugenden US-Konkunturdaten. Heute Morgen sind aber erste Gewinnmitnahmen zu beobachten.  

Die Heizölpreise hierzulande haben in dieser Woche in eine Seitwärtsbewegung übergeschwenkt und werden auch heute aller Voraussicht nach keine großen Kurssprünge vollziehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen lediglich ein Miniminus von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage liegt derzeit am Boden, was angesichts der gut gefüllten Tanks, der relativ milden Temperaturen und der Preisentwicklung der letzten Wochen wenig überraschend ist. Die Chancen, dass die Notierungen zu Beginn des Jahres wieder nachgeben werden, stehen gut.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)