Etteldorf Landhandel - Metterich Eifel

Shell Markenpartner
Heizöl-Markt aktuell: Lagerproblematik bleibt - Öl- und Heizölpreise starten schwächer in neue Woche!
 
» 27.04.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich am Freitag im Großen und Ganzen gut halten und gingen nur wenig verändert aus dem Handel. Heute Morgen geraten die Futures in Asien aber schon wieder unter Druck, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande wohl mit schönen Abschlägen in die neue Woche starten werden.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 20,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 15 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutliche Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0850 US-Dollar gehandelt.

Wie am Freitag an dieser Stelle nochmals erläutert, hat sich an der fundamentalen Situation am Ölmarkt kaum etwas geändert, auch wenn einzelne Förderländer bereits vorzeitig damit begonnen haben, ihre Liefermengen zu drosseln. Es ist einfach zu viel Öl bereits produziert und unterwegs, sodass händeringend nach Lagermöglichkeiten gesucht wird. In den USA sollen dazu sogar Pipelines umgewandelt werden und vor Singapur sammeln sich immer mehr Öltanker, die nicht entladen werden können.
Dies verdeutlicht, wie ernst die Lage hier ist und es wird von Marktbeobachtern nicht ausgeschlossen, dass es an den Terminmärkten beim nächsten Wechsel des Frontmonats zu erneuten Negativpreisen kommen kann.
Zwar ist dies für den physischen Markt nicht unmittelbar relevant, aber die Überversorgung wird sich sicherlich auch hier weiter auswirken und die Rohölpreise unter Druck bringen.
Vor allem solange bis die Nachfrage nicht wieder anspringt. In Europa werden die Zügel weiter langsam gelockert und einzelne Wirtschaftszweige versuchen die Produktionen in diesen Tagen wieder hochzufahren. Ob das angesichts der verzweigten Lieferketten gelingen wird und der Markt die Güter auch wieder aufnehmen kann, ist derzeit noch völlig offen.
Einen ersten Hoffnungsschimmer lieferte am Freitagnachmittag der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan, der per April mit 71,8 statt der erwarteten 68 Punkte veröffentlicht wurde. Wesentlich schlechter fiel hingegen der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex mit nur 74,3 statt 80 Punkten aus und auch die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter brachen per März um 14,4 Prozent ein.

Am Devisenmarkt konnte der Euro nach einigen Tagen mit Verlusten im Vergleich zum US-Dollar am Freitag etwas zulegen und auch heute Morgen geht es mit unserer Gemeinschaftswährung weiter bergauf, ohne dass hierzu entsprechende Meldungen im Markt wären. Dieser wird derzeit eher von technischen Faktoren bestimmt.
 
Beste Vorgaben also zum Wochenstart für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit schönen Abschlägen in den Handel gehen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat sich übers Wochenende etwas beruhigt und auch heute morgen gibt es deutlich weniger Bestelleingänge, als an den Montagen der Vorwoche. Gute Voraussetzungen für weiter Preisnachlässe!

 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)