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Heizöl-Markt aktuell: Druck auf Ölpreise hält an - Heizölpreise heute kaum verändert
 
» 11.02.2020 « Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Tages wieder stark unter Druck geraten und haben zwischenzeitlich ein neues Langzeittief erreicht. Heute Morgen ziehen die Futures aber wieder an, sodass die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 54,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50,20 Dollar. Der Euro befindet sich im Vergleich zum US-Dollar weiter im Abwärtstrend und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0910 US-Dollar gehandelt.

Der Coronavirus und die daraus entstehenden wirtschaftlichen Folgen lasten weiterhin schwer auf den Ölmarkt und sorgen dafür, dass die Rohölpreise in diesen Tagen weiterhin kaum Potenzial noch oben haben dürften.
Hinzu kommt, dass Russland nach wie vor ein vorgezogenes OPEC-Treffen und somit wohl eine weitere Förderkürzung im Rahmen des Förderabkommens blockiert. Somit ist der Markt derzeit deutlich überversorgt, denn der Nachfragerückgang aus China ist immens. Experten beziffern diesen auf zwei bis drei Millionen Barrel pro Tag. Größere Handelshäuser sind bereits auf der Suche nach Lagerkapazitäten.
Da fällt es derzeit kaum ins Gewicht, dass die Ölförderung in Libyen immer weiter zurück geht und hier dem Markt aktuell kanpp eine Million Barrel pro Tag fehlt. Die zweite Libyen-Konferenz, die in Kairo stattfand, brachte bislang kein zählbares Ergebnis. Sollte es hier aber in nächster Zeit doch zu einer Befriedung und einer Anhebung der Ölfördermengen kommen, dürfte die OPEC ein ernsthaftes Problem haben, dem sich dann aber wiederum auch Russland wohl nicht mehr verschließen könnte.
Der Anstieg der Ölpreise von heute Morgen kam etwas überraschend und wird mit technischen Faktoren erklärt. Inwieweit sich die Gewinn halten lassen, wird sich zeigen.
Generell ist und bleibt die Grundstimmung am Ölmarkt aber bearish, also preisdrückend.
 
Unter Druck bleibt in diesen Tagen auch der Euro am Devisenmarkt, der im Vergleich zum US-Dollar immer weiter an Wert verliert und mittlerweile auf das tiefste Niveau seit April 2017 zurückgefallen ist. Zuletzt eher schwache Konjunkturdaten aus der EU, der Brexit und die Folgen des Coronavirus sorgen für Abgabedruck und Umschichtung in die Krisenwährung US-Dollar.

Trotz der Währungsverluste befinden sich die Heizölpreise hierzulande in den letzten Tagen wieder auf dem Rückzug. Heute soll es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen aber zu keinen größeren Veränderungen kommen. Die Verbraucher nutzen die aktuell äußerst attraktiven Konditionen zur Bevorratung, was absolut nachvollziehbar ist. Durch die sehr hohe Nachfrage der letzten Tage und Wochen sind die Lieferzeiten allerdings deutlich angestiegen. Wer also "knapp bei Tank" ist, sollte unbedingt rechtzeitig bestellen um teuere Eilzuschläge zu vermeiden.

Erläuterung bzw. Klarstellung zum Klimapaket der Bundesregierung: Bestehende Ölheizungen dürfen uneingeschränkt weiter betrieben werden. Erst ab 2026 sollen neue Ölheizungen mit einer regenerativen Energiequelle kombiniert bzw. ergänzt werden, z. B. Solarthermie oder Photovoltaik für Brauchwasser bzw. Heizungsunterstützung. Sollte dies nicht möglich und auch kein Gas- oder Fernwärmeanschluss vorhanden sein, darf auch nach 2026 eine neue Ölheizung einbaut werden.
Unabhängig davon ist es absehbar, dass in den nächsten Jahren auch CO2-neutrales Heizöl (Stichwort E-Fuels) zu einem bezahlbaren Preis angeboten werden kann. Dieses kann problemlos in bestehenden Heizungen eingesetzt werden.
 
(Quelle: Heizöl-News von FastEnergy)